Casablanca - Pure Enttäuschung

Die Reise geht weiter und führte uns an die Küste nach Casablanca. Casablanca ist wirklich kein Reiseziel, was man in Marokko gesehen haben muss. Dennoch verbindet man mit der Stadt den berühmten Spielfilm von Michael Curtiz ("Casablanca"). Es wirkt sehr europäisch und man hat nur wirklich in der Altstadt das Gefühl, dass man noch in Afrika ist. Nehmt euch am Besten vom Bahnhof in die Altstadt ein Taxi für ein paar Dirhams. Denn man läuft sehr lange ;) Komisch war die ganze Atmosphäre. Die Frauen waren nicht so verschleiert wie in Marrakesch und selbst der Pfefferminztee schmeckte anders. Prägend war der Ausflug nach Casablanca aber auf jeden Fall. Die Leute fuhren teure Autos und selbst die Frauen saßen am Steuer. Wir durchquerten die Medina, um uns nach einer Unterkunft umzuschauen. Um diese Zeit waren sehr viele Hotels schon voll und ausgebucht. Zum Glück hatten wir noch eins bekommen. Die Hotelpreise in Casablanca sind sehr teurer im Vergleich zu Meknes oder Marrakesch und man bekommt weniger Zusatzleistungen (warmes Wasser, WIFI etc.)

Aber das war uns ziemlich egal. Wir waren überhaupt erstmal froh, dass wir ein Dach über den Kopf hatten. Wir entflohen, nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Zimmer, den Trubel in der Medina und nahmen ein Taxi zu einer der weltweiten größten Moscheen. Überwältigend war sie anzuschauen. Mitten im Atlantik stand sie da und begeisterte die Besucher. Viel anderes gab es aber in Casablanca nicht wirklich zu sehen. 

Hunger hatten wir aber und so entschlossen wir uns in ein Restaurant einzukehren, um uns für den kommenden Tag zu stärken. Denn morgen sollte die Reise schon weitergehen und wir würden Abschied von Casablanca nehmen. Nach einer Pizza und einen Sandwich setzten wir uns dann noch in ein kleines Cafe, mit Blick auf die Moschee. Dass der Preis für einen Pfefferminztee teuer war, wunderte uns jetzt nicht mehr. Danach machten wir uns aber auch schon direkt ab ins Hotel, um ausgeschlafen in den nächsten Tag zu starten!