Die Strapazen von Aït-Ben-Haddou

Ein unvergesslicher, nervenaufreibender und doch zugleich atemberaubender Ausflug stand uns bevor.

Die Filmkulisse war ein Hotspot, den wir uns unbedingt anschauen wollten. Die Fahrt dorthin, mit dem kleinen Mini-Bus, war aber alles andere als entspannt. Neben der Enge und der Hitze, hatte ich das Gefühl, dass der kleine Bus gleich in seine Einzelteile verfallen würde. Wir machten einen Zwischenstopp in Ouarzazate, die Lehmstadt, so wie sie genannt wird. Wir kletterten dort auf ein paar Lehmgebäuden und aßen in der prallen Sonne zu Mittag. Der Mini-Bus machte nur für eine halbe Stunde Halt und in ein paar Minuten waren wir dann schon in Aït-Ben-Haddou. Ohne Wasser machten wir uns auf den Weg die Filmkulisse zu erkunden. Entlang der vielen Souvenirshops, stiegen wir auf einen großen Berg, um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen.

Alles sah so klein aus von hier oben, aber die Aussicht war atemberaubend. Unglaublich voll war es aber auf jeden Fall. Vielleicht lag das an dem tollen Wetter oder an der Uhrzeit. Ein Acrylbild von einem Einheimischen musste ich mir dann doch noch für ein paar Dirhams kaufen, da es so unglaublich gut aussah. Die Sonne ging langsam unter und wir machten uns wieder zurück zum Mini-Bus. Natürlich waren wir nicht die Einzigen die zu der Filmkulisse fuhren. Jedoch bezahlten die anderen Mitreisenden weit aus mehr als das Doppelte für den Trip. Hier lautet wieder die Devise:" Handeln!" Eine lange Fahrt stand uns wieder nach Marrakesch bevor und wir kauften noch ein paar Wasserflaschen für die Rückfahrt. Dies war ein sehr gelungener Ausflug, den ich jedem, ob Serien-Junkie oder nicht, ans Herz legen würde!